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 Workshop Bandtraining

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FlyingrhytmScorch
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BeitragThema: Workshop Bandtraining   Sa Jan 09, 2010 1:01 am

Workshop: Eigene Songs in die Tat umsetzen, Bandtraining

Moin, moin und willkommen zu Workshop Nummero zwei. Ich hoffe ihr kamt mit dem letzten Workshop klar. Hier wird es um das Zusammenspiel der Elemente von Musik gehen und es wird mal alles rund um das Thema Band und deren Entwicklung handeln. Ich bin zwar jetzt auch noch nicht so lange in einer Band (naja, okay ein Jahr knapp), aber ich denke das Wesentliche kann ich darüber schon sagen und ich erläutere mal ein wenig unserer Methoden. Also ich heiße euch herzlich willkommen und wünsche euch viel Spaß mit dem folgenden Workshop.

Erst mal kommen wir zur Bandgründung. Für eine Band braucht ihr erst mal Musiker, das ist ja klar. Sucht euch am besten Leute aus, die ihr kennt und von denen ihr wisst, das die Chemie stimmt. Das Geilste ist es, wenn ihr die Leute schon kennt und wisst, dass ihr mit ihnen in einer Band spielen könnt. Allerdings kann das nicht immer so rund laufen, deshalb ist es wichtig sich zu informieren und die Musiker am besten direkt anzuschnacken oder auch Anzeigen auszuschreiben und sowas wie Stellengesuche für Musiker zu geben. Fragt am besten eure Musiklehrer oder nutzt Kontakte, die ihr habt. Schreibt am besten überall in eurer Schule oder an allen sonstigen Orten, an denen sich viele Musiker aufhalten, dass ihr eine Band seid. Auf diesen Zetteln stellt ihr euch kurz vor und sagt, was für Musiker ihr sucht und wie alt ihr seid, von wo ihr kommt und was für eine Art von Musik ihr sucht und am Besten auch wieviele ihr seid. Wenn ihr genug Leute zusammenhabt dann könnt ihr loslegen. Jetzt müsst ihr einen Proberaum finden. Am besten eignen sich dafür Musikschulen, die ihr nutzen könnt, um ein oder zweimal in der Woche proben zu können. Hier könnt ihr auch Gesuche ausschreiben und sie online stellen, in die Zeitung kleistern oder sonst jeden erdenklichen Weg nutzen, um einen Proberaum zu finden. Für eine Band ist das regelmäßige Üben das A und O. Geile Songs entstehen nicht aus der Luft heraus, dafür muss man was tun und deshalb ist proben angesagt. Wenn ihr nen Proberaum findet, dann ist als nächstes das Üben dran. Tja, wie übt man richtig? Das Wichtigste ist zuerst einmal das Zusammenspiel in der Band. Übt irgendwelche einfachen Songs, um euch aufeinander einzustimmen und dann ordentlich zusammenspielen zu lernen. Erst mal sind die Instrumente wichtig. Dafür klären wir jetzt erst mal, was die Rolle jedes Musikers ist. Der Drummer bildet das Fundament des Songs, er sorgt für den Groove oder den grundlegenden Beat des Songs. Das heißt an ihm und seinem Rhytmus orientiert sich der Rest der Band. Er kann Akzente betonen und mitspielen, aber seine Hauptaufgabe ist der Beat. Er muss immer im Takt bleiben, wenn der Drummer schwankt, dann schwankt auch der Rest der Band. Deshalb ist es für Drummer wichtig Metronome zu nutzen und das genaue Gefühl für die vorher genannten Zählzeiten zu entwickeln und den Rhythmus zu erfühlen und dann mit ihm zu spielen. Der Drummer sollte nicht nur Drummer sein, sondern auch ein Musiker, das heißt er kann mit Musik spielen. Er hört diese und spielt dann daraufhin den passenden Beat. Das muss man erst mal lernen. Es ist am besten, dass man zu jeder Bandprobe ein Metronom nutzt, denn dann könnt ihr sichergehen, das ihr immer in der Time (Zählzeit) seid. Musik ist leider pure Mathematik und Musik machen sehr analytisch, aber dadurch entstehen geile Songs, die brauchen halt ne gewisse Struktur. Das war es soweit zum Drummer, nun dann nehmen wir mal den Gitarristen. Der Gitarrist gestaltet die instrumentalischen Auswirkungen des Songs. Er spielt die Musik, steuert die Solis bei und steuert den Fluss der Musik, die in seiner Hand liegt. Dazu gibt es zwei Arten von Gitarristen, diese sind die Lead Guitar und die Rhytm Guitar. Die Lead Guitar macht das eben Erwähnte, sie steuert den Fluss der Musik und macht maßgeblich die musikalische Gestaltung des Songs aus. Rhytm Guitar ist die Rhytmusgitarre, sie unterstützt den Rhytmus und spielt nur diesen. Meistens spielen Rhytmusgitarristen immer dasselbe und orientieren sehr doll nach dem Schlagzeug oder fast ausschließlich. Gitarristen schreiben meist die Songs und die Musik und oft auch die Texte für die Bands. Viele Gitarristen sind Songwriter, das heißt aber nicht, dass andere das nicht auch können. Kommen wir zu dem Druck hinter dem Song, dafür ist der Bassist verantwortlich. Der Bassist kann das Schlagzeug oder die Gitarre unterstützen und mitspielen. Viele Bassisten ziehen eine Linie durch und bleiben bodenständig, das heißt sie spielen meist immer einen Lauf durch und behalten den für den Rest des Songs bei. Erfahrene Bassisten können die Linie des Gitarristen mithalten und ziehen richtig durch, das kann man halten, wie man will. So, wie es am geilsten klingt sollte es laufen. Dann gibt es noch die Sänger, tja instrumental ist zwar ganz schön, aber was wäre ein Song ohne Gesang. Der Sänger ist dafür zuständig, er macht den Gesang. Ein Sänger ist allerdings weitaus mehr als nur jemand der fröhlich ein Liedchen trällert. Er ist der Frontmann und der Showman. Das heißt bei Live-Auftritten ist der Sänger, derjenige der die Songs ansagt, die Leute begeistert und seine Show durchzieht (Grave kann euch ein Liedchen davon singen). Der Sänger singt die Lead Vocals und lässt sich manchmal auch von Backing Vocals unterstützen. Das heißt er gestaltet den Gesang und schreibt auch Texte und passt diese an die Struktur des Songs an. Backing Vocals unterstützen den Song und laufen im Hintergrund ab. Das sind meist kurze Passagen, die dann unterstützend im Hintergrund gesungen werden. Ab und zu gibt es auch mal Keyboarder in Bands, die dann auch eine eher unterstützende Rolle einnehmen und Passagen mit unterstützen. Ich kann nicht soviel zu der Rolle des Keyboarders sagen, weil wir damit nichts in der Band machen. Ich hab in den meisten Bands gesehen, das die Keyboarder viel mitspielen und immer einen tragenden Part im Bandgeschehen einnehmen, wenn sie dabei sind. Sie spielen entweder komplett mit, machen einzelne Passagen oder spielen auch einen oder mehrere Rhytmen durch und unterstützen diesen. Ich würde sagen, dass der Keyboarder universell einsetzbar ist.

Okay, naja dann kommen wir mal zur Auflockerung zu den Klischees, die den Musikern anhaften, bevor wir uns um Sachen kümmern wie Akzente setzen, Proben, der Entwicklung von eigenen Songs, Aufnahmen (ja, die sind dann das ganz weit entfernte Ziel zu Anfang!), Studiotermine und dann die Königsdisziplin Live-Auftritte. Drummern haftet das Klischee an, dass sie nur dumpfe Maschinen sind, die am Schlagzeug hocken und man bezeichnet sie generell nicht wirklich als Musiker. Musiker ohne Hirn sind dann die Drummer! Okay, kommen wir mal zu realistischeren Vergleichen. Man schreibt Drummern eine Bescheidenheit zu, sie sollen auf dem Boden bleiben und sich anpassen und nicht zuviel in den Vordergrund treten, denn das wird nicht gerne gesehen. Drummer sind zwar das Kernstück, aber sie müssen deshalb auch sehr zugänglich und empfänglich für Neuerungen und solche Sachen sein, wenn man immer ein Drumsolo will und sich nur in den Vordergrund stellen will tritt man eher in das Gebiet der Frontmänner ein und das ist in der Musikszene einfach nicht gerne gesehen. Drummer sind nunmal die Männer im Hintergrund, die dem ganzen das Fundament geben, wenn sie sich zu sehr durchsetzen, dann sind sie geächtet. Ein gutes Beispiel dafür ist Mike Terrana, der bei ziemlich jeder Show ein Drumsolo kriegt, dafür aber nicht über Deutschland hinauskommt, während andere die viel weniger spielen können als er besser gefördert werden und in erfolgreicheren Bands spielen. Gitarristen können am härtesten saufen und sie kriegen immer zuerst die Groupies nach dem Sänger. Bassisten sind verkrüppelte Gitarristen. Sänger kriegen immer zuerst die Groupies ab und können extrem viel saufen. Sie sind wie Diven und leben ständig in einer Art Traumwelt, sie sind Showman und leben das komplett aus. Zu Keyboardern kenne ich leider kein Beispiel.

Kommen wir zum Proben. Nachdem der Proberaum vorhanden ist gilt. Probt so oft, wie ihr könnt. Nutzt eure Zeit effektiv und spielt soviel gemeinsam, wie ihr könnt. Wenn ihr das Zusammenspiel soweit drauf habt und das sitzt. Vereinbart einen festen Termin in der Woche oder zwei, wann ihr proben könnt und zieht das konsequent durch. So und nur so könnt ihr besser gemeinsam spielen. Nutzt die Zeit vor der Probe zum Üben der Songs und entwickelt Methoden, wie ihr auch zuhause üben könnt. Schreibt euch die Sachen auf oder macht Aufnahmen, sodass ihr Sachen hören könnt und euch daran orientiert. Diese Aufnahmen dienen dazu euch zu helfen die Sachen spielen zu können. Wir haben das jetzt auch gemacht, das ist ganz praktisch, weil man so was Handfestes hat und sich immer auf die Probe gut vorbereiten kann. Wie ihr eigene Songs entwickelt ist euch selbst überlassen. Ihr könnt zuerst Texte schreiben, dazu eine Melodie machen oder erst mal Musik machen und dann den Text dazugeben. Das Erstere ist ziemlich schwer und die zweitere Variante kann ich eher empfehlen, da es wesentlich leichter ist. Da ihr jetzt dabei seid habt ihr vielleicht schon rausgearbeitet, wie ihr spielt. Woran ihr euch orientiert und wie ihr das gemeinsame Zusammenspielen hinkriegt. Ich rechne euch mal an, dass ihr das könnt, weil ihr viel geübt habt. Jetzt geht es daran, dass ihr loslegt und Songs durchzieht. Dazu braucht ihr Texte, ob ihr euch schon festlegt, was ihr machen wollt oder erst mal draufloslegt, das könnt ihr selber entscheiden. Diese Texte werden meistens von Sängern oder Gitarristen geschrieben, weil die beiden am meisten mit der Musik im Vordergrund stehen und sich mit Songstrukturen und Instrumentalem in der Regel gut auskennen. Das bedeutet aber nicht, dass andere keine Texte schreiben können. Bei uns ist es sogar so, dass der Drummer maßgeblich an der Texterei beteiligt ist und meist der Sänger und der Drummer die Texte liefern. Der Gitarrist hat bis jetzt einen Text in Planung. Wie ihr euch da einigt, müsst ihr gucken. Wir schauen immer, was passt und wie die Metrik so sitzt und die Rhytmik. Die beiden Begriffe habe ich ja schon mal erwähnt. Nun Metrik sind die Reime der Texte und deren Länge. Metrisch sind die Texte, wenn sie gleichlang sind und in die Songstruktur passen, sodass sie nicht von dieser abweichen. Wichtig für Text und Musik und Rhytmus ist es, dass sie passen. Rhytmik bedeutet, dass der Rhytmus des Songs und dessen Musik passen müssen, ebenso wie der Eigenrhytmus des Gesangs auch zu dem Rhytmus und der Musik passen müssen. Nun habt ihr einige Texte und diese passen mit dem Instrumentalem und dem Rhytmus überein. Jetzt müsst ihr den Song einstudieren. Dafür müsst ihr auch beachten, dass ihr die Akzente betont. Akzente sind besonders hervorgehobene Schläge an Becken, ein besonderer Griff an der Gitarre, eine spezielle Tonveränderung beim Sänger oder ein Bass, der mal kurz was Anderes spielt. Also, Akzente sind die Teile in der Musik, wo ihr den Song besonders an der Stelle hervorhebt. Diese müsst ihr hervorheben und macht dadurch euren Song auch interessanter. Nur dasselbe Gedöns immer wieder ist auf Dauer öde. Mit gezielten Akzenten peppt ihr den Song auf. Ihr übt den Song und ihr lernt ihn solange, bis ihr ihn wirklich im Schlaf beherrscht und denkt es ist Zeit für einen Auftritt oder fürs Studio oder Demoaufnahmen. Nun, wenn ihr denkt, dass die Songs oder der Song wirklich sitzen, dann könnt ihr mit einem Song eine Demo nehmen. Dazu müsst ihr den Song aber sehr, sehr oft üben, bis er zu 100 Prozent sitzt und ihr den wirklich im Schlaf könnt. Jetzt könnt ihr vielleicht eine Demo mit einem Song aufnehmen und dazu geht ihr ins Studio. Da haut ihr dann alles raus und seid nervös, aber das Ergebnis sitzt. Ihr habt euren Song gehört und die Struktur und alles passt. Um so ein Ergebnis erzielen zu können ist es wichtig, dass ihr viel mit Metronom und Struktur übt, weil sich alle im Studio an diese halten müssen und bevor ihr diese nicht kennt, solltet ihr lange nicht an Demoaufnahmen und Studio und Live-Auftritte denken, dafür müsst ihr sie wirklich beherrschen! Habt ihr nun mehrere Songs wirklich gut drauf könnt ihr Live-Auftritte machen. Besorgt euch auch hier Kontakte und sucht euch Plätze, an denen ihr auftreten könnt. Fragt nach und engagiert euch. Der Auftritt dient nicht nur dazu euch zu beweisen, es dient vor allem auch dazu eine gute Show zu liefern und die Leute euch näherzubringen, sodass sie eure CDs kaufen werden oder Demos oder irgendwelche Merchandising. Ihr müsst euch auf der Bühne wirklich gut präsentieren können. Nun, deswegen nennt man dies auch die Königsdisziplin, da sich die Musiker durch Live-Musik definieren und sich dadurch ihren Lebensunterhalt heutzutage verdienen. Im Studio könnt ihr später irgendwann wenn ihr genug Kohle zusammengekratzt habt aufnehmen, aber das wird nicht billig. Aufnahmen und Produktion kosten viel und das müssen meist die Musiker selbst tragen. Pro Studiotag kann das mal so eben 200 Euro oder mehr kosten. (Bei unserem Studio wären das so 140 Euro pro Tag.) So eine CD-Produktion kann auch mal eben 2500 Euro und mehr kosten und DVDs zu 500er Auflagen mal eben 10.000 Euro. Das ist nicht billig und naja, das kann man sich als Privatmensch leider kaum leisten. Deswegen treten die meisten Musiker auch live auf, da sie dort am meisten Geld holen können. CD's sind schließlich teuer und meist werden sie auch nicht eher gekauft, sondern im Internet runtergeladen entweder legal oder illegal. Naja, okay, ich denke das war es soweit zum Bandtraining. Ich hoffe das war für euch lehrreich und konnte euch irgendwie weiterhelfen.

Zur Metrik und Rhytmik hab ich zwar nur kurz was gesagt, aber das reicht eigentlich. Ich hab den Fokus hier auf das Bandtraining gelegt und einige Erfahrungen mit reingepackt. Ich hoffe ich konnte Abhilfe schaffen und ihr habt auch diesen Workshop mit Genuss gelesen. Mir hat es Spass gemacht ihn zu schreiben und ich hoffe es macht euch Spass ihn zu lesen. Im nächsten Workshop werde ich denke ich dazu kommen, wie man grundlegende Beats am Schlagzeug spielen kann. Dazu wird es Hörbeispiele und viele Erklärungen ergeben. Eventuell mache ich aber auch einen Workshop über das Üben und werde euch da viel übers Üben erzählen. Anschließend gebe ich dann wohl auch mal eine Einführung in die verschiedenen Sachen, die man so als Drummer machen kann. Vielleicht mach ich die Beats auch später. Ihr könnt noch einiges erwarten.^^ Ich hoffe man liest sich auch beim nächsten Mal wieder.^^

Euer Scorch
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