The Flood

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 Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern

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Großlord Papayas™
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BeitragThema: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Fr Dez 16, 2016 7:19 pm

Die Insel Kradien war für drei Dinge bekannt: Studenten, Betrunkene und betrunkene Studenten. Tatsächlich gab es nicht viel außer der Universität zu bestaunen, umgeben von einer Traube aus Kneipen, Wohnheimen und ziemlich deplatziert aussehenden Fachwerkhäusern mit blümchenbesetzten Vorgärten. Kontrolliert wurde der ganze Spaß von der zwei Tage zuvor gegründeten Sittenpolizei, die ganz eifrig jeden verhaftete, der Papier auf den Boden warf oder keine Großmütter über die Straße führte.

Im Büro des Universitätsrektors ging es gerade heiß her, insbesondere, weil der Rektor gerade nicht da war. Auf jeder verfügbaren Fläche standen Tanks, in denen grüner Glibber herumwobbelte, in den ... Dinge eingelegt waren.
"Das ist doch nicht wahr", schimpfte die Leiterin der Sittenpolizei, die sich in überschwänglichen Pirouetten um den Schreibtisch des Rektors bewegte. "Wo hat er meinen Gehaltscheck ... denkt der, ich kann gratis saufen gehen ..."
Fräulein B. Glono D'Fhal von der Insel Ibyza kramte grummelnd weiter. Wenig später klirrte es. Unter ihrem angesäuerten Gefuchtel war einer der Tanks vom Tisch gefallen und die Sauerei fraß ein ungefähr tellergroßes Loch in den Boden.
Glono D'Fhal blinzelte.
"Oh, Mist ...", murmelte sie. "Hoffentlich kann ich das der Putzfrau in die Schuhe schieben ..."




treibt euch halt in der stadt rum und esst eis bis euch der plot erschlägt :^)
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BeitragThema: Re: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Sa Dez 17, 2016 7:04 pm

Silvio Sillicano war normalerweise stetig damit beschäftigt seine nächsten Verbrechen zu planen - bisher meistens nur kleinere Dinge, abgesehen von einigen Morden, doch bald würde er seine ersten größeren Aktionen beginnen, vorausgesetzt seine Kontakte hatten ihn nicht belogen.
Heute hingegen - heute war ein schöner Tag, schön genug das Silvio beschloss seine Pläne beiseite zu legen und dass schöne Wetter auf Kradien zu genießen.
Wie Silvio es seit zwei Tagen gewohnt war, die er nun bereits hier auf der Insel verbrachte - niemand verdächtigte je Studenten irgendwas Produktives zu tun, daher war es ein gutes Versteck - waren die Straßen der Stadt gefüllt mit Studenten und Mitgliedern der neueingerichteten Sittenpolizei. Nicht dass ihm diese Sorge bereitete, er hatte in Vergangenheit bereits mit anderen Kalibern an Ordnungshütern gewohnt.
Als er so durch die Kneipengassen der Insel schlenderte, erblickte er einen Zuckerwatteverkäufer, welcher mit lauter Stimme seine Waren anprieste. "Die letzte Zuckerwatte von vor dem großen Abrennen, hier bei Alfredo's! In allen Farben des Regenbogen! Unterstützen Sie mit ihren Einkauf den Wiederaufbau unseren Landes nach Der Roten Pest!" Silvio leckte sich die Lippen - nicht nur die Zuckerwatte war eine wunderbare Gelegenheit, er mochte Süßwaren, sondern auch der Händler. Kein Mitglied der Sittenpolizei war gerade in der unmittelbaren Nähe und, die er in der Ferne sehen konnten schalten gerade eine Gruppe betrunkener Studenten, welche einen Mülleimer umgeworfen hatten.

Mit schnellen, selbstbewussten Schritten trat Silvio an den Verkäufer ran, zog eine Visitenkarte aus seiner Tasche, flashte sie dem Mann kurz entgegen, bevor er sie wieder in seiner Brusttasche verschwinden lies. "Anthony Brightwaters, geprüfter Inspektor für Süß und Sauerwaren." Der Verkäufer blinzelte verwirrt. "Können sie ma ihre Karte nochma zeigen, ich konnt nich-" "Wollen Sie etwa meine Glaubwürdigkeit anzweifeln, Mr. Alfredo?" Innerlich lächelte Silvio, als der Mann zusammenzuckte, als wäre er mit einer Peitsche geschlagen worden. "N-Nein, natürlich nicht, Mr. Brightwaters, Sir!" Silvio behielt eine stoische Miene, während er einen genauen Blick auf den Wagen warf. "Mhm. Ich brauche eine Kostprobe ihrer Ware zum Selbstest, um mich davon zu überzeugen, dass diese Süßspeise den Regulationen von Kradien entspricht."
"S-Sir! Ich kann ihnen bei allen Respekt-"
"Sagen Sie, kann ich ihre Verkaufsgenehmigung sehen?"

Wenige Minuten später war Silvio um eine kleine Summe an Schmiergeld und eine extra-großen Portion Zuckerwatte reicher. Typisch. Zeige ein bisschen Autorität und diese rückgratlosen Amateure knicken ein wie Äste im Wind. Er nahm einen Bissen aus seiner Zuckerwatte und hielt einen Moment inne, als er das schwarze Brett der Stadt betrachtete. "...Clockwork-Piraten, huh?" Er betrachtete das ziemlich schiefe Phantombild einer Gestalt, deren Geschlecht er nicht direkt zu Ordnen konnte. Seltsame Gestalten. Dennoch konnte er sich einen langezogenen Pfiff nicht verkneifen, als er die Kopfgelder sah. Nicht übel. Schade, dass sie sich offensichtlich nicht hier befinden. Vielleicht hätte ich es geschafft sie auszuliefern. Andererseits...
Mit einem Lächeln formte er einige Berry-Münzen zwischen seinen Fingern und warf sie nach kurzen Überlegung einem schlafenden Obdachlosen in den Hut. Es war ja nicht als ob es ihm wehtun würde. "Ich denke, ich komme ganz gut ohne Extrageld aus. "

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BeitragThema: Re: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Mo Dez 19, 2016 5:21 pm

Spliss tat das einzig Richtige an einem warmen und langweiligen Nachmittag: er genoss das Eis von Uzayaks Eisdiele. Dafür hatte er sich mit seinem Eisbecher (Vanille, Melone, Pistazie, Latte Macchiato und Brausepulver) draußen an einen Tisch gesetzt und spannte einen Schirm auf, der genau das gleiche Spitzenmuster hatte wie sein Gehrock.
"Hm. Ganz schön reichhaltig." Während Spliss schlemmte, kam ein mürrisch dreinblickender Kerl mit einem Mädchen im Schlepptau an ihm vorbei und veranlasste ihn, das Gesicht zu verziehen. Der Typ zog sich ja an, als sei er farbenblind.
"Ist ja grässlich", sagte Spliss, der heute ein Konglomerat aus roten und rosafarbenen Klamotten trug. Sein Blick folgte irgendeinem Typen, der gerade einen Zuckerwatteverkäufer bequatschte, ehe er seinen Eisbecher für interessanter befand und die Nasenspitze in die Sahne zurücksteckte.
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BeitragThema: Re: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Di Dez 20, 2016 10:22 pm

"Eine Unverschämtheit ist das!" zeterte Victoria Drexler, als sie, flankiert von zwei Beamten der Sittenpolizei, aus dem Universitätsgebäude geleitet wurde.
"Habt ihr Glück dass ich hier nicht eingeschrieben bin. Sonst hättet ihr sofort meine Anwälte an der Backe!"
"Das will ich sehen! Ich habe selber zufällig Jura studiert!" verkündete der kleinere der beiden Sittenpolizisten und präsentierte sein T-Shirt, auf welchem Zufälig Jura in großen bunten Lettern prangte.
"Das stimmt gar nicht." warf der andere Sittenpolizist ein. "Das Shirt war teil deiner ersten Bezahlung als Sittenpolizist."
"Ihr könnt mich aber doch nicht einfach so rauswerfen. Ich wollte die Vorlesung sehen!"
"Klar können wir das. Wir sind die Sittenpolizei."
"Und du hast dich unsittlich entblößt!"
Victoria ließ ihre letzten Minuten in der Vorlesung Revue passieren. Sie war zu spät gekommen, weil sie sich vorher noch ein Eis geholt hatte, und hatte sich in die erste Reihe gesetzt. Das hatte den Dozenten (der so aussah als wäre er ein paar Jahre jünger als sie) schon ein wenig aus dem Konzept gebracht, weil Victoria aufgrund der Hitze, die draußen herrschte, den Reißverschluss an der Front ihrer Jacke bis kurz unter ihr Brustbein offen hatte.
Was letztendlich dazu führte, dass der Dozent einen Logenplatz hatte, als Victoria ihr Eis auf ihre nackten Brüste fiel und sie erschrocken durch den gesamten Hörsaal kreischte. Ihre Versuche, die Überreste des Eises im Anschluss zu retten, stellten sich als vergeblich heraus, sodass Victoria letztendlich laut schimpfend und mit einem Dekolleté voller klebriger Eispampe von der Sittenpolizei aus dem Hörsaal eskortiert wurde.
Insofern konnte Victoria die letzte Feststellung des Sittenpolizisten nicht einmal berechtigt anfechten.
"Aber es war lecker." brummte Victoria als die zwei Ordnungshüter sie vor dem Universitätsgelände abstellten und ihr mit den Worten "Nicht abmachen" einen Pin mit der Aufschrift Persona Non Mores an die Jacke hefteten.

Victoria betrachtete ihr klebriges Dekolleté (so ganz mit Eis in allen regenbogenfarben bedeckt sah es schon beinahe sittlich aus, auch wenn man Victoria die Temperatur des Eises ansah), bevor sie in eine der Straßen, die von der Universität wegführten hinabschlenderte.
Nach wenigen Schritten war sie wieder an Uzayaks Eisdiele, und mit einer Momententscheidung entschloss sie sich dafür, sich noch ein Eis zu gönnen. Schließlich war das letzte ja elendig verendet, bevor es seiner wahren Bestimmung zukommen konnte.
Victoria schnappte sich kurzerhand das Mantelende von einem Kerl, dessen Gesicht sie hinter einem Bausch Zuckerwatte nicht erkennen konnte, wischte ihre klebrigen Brüste ab und spazierte nonchalant in Uzayaks Eisdiele hinein.

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BeitragThema: Re: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Di Dez 27, 2016 8:10 pm

Einige Minuten nach dem Eiszwischenfall bemerkte Herr Huebus von der Sittenpolizei, dass er irgendwie Hunger auf Eis bekommen hatte. Das stellte ihn vor ein Problem. Sein Bruder war sehr engagiert und würde es bestimmt merken, wenn er sich verdünnisierte.
"Hey ... wie wärs, wenn wir uns kurz trennen ... für, uh, eine bessere Überwachung der Gegend?"
Huebus der Jüngere sah ihn skeptisch an. Zumindest glaubte Herr Huebus das. Alle Sittenpolizisten trugen große Pestdoktormasken, weil der Rektor der Universität Vögel lustig fand.
"Dann ... können wir mehr Verbrechen aufdecken", fabulierte Herr Huebus. "Und so. Ja. Das ist sehr wichtig, also -"
"Okaybisspätertschüss!"
Huehue Huebus stürmte davon. Herr Huebus legte den Kopf schief, ehe er einfach die Füße hochriss und gemächlich zur Eisdiele schwebte. Er sah sogar die Übeltäterin aus der Universität, befand aber, dass ihn Gesetzesübertretungen in seiner Mittagspause nichts angingen.
Zufrieden reihte sich Herr Huebus hinter den anderen Gästen ein und versuchte, eine Wahl für seine Bestellung zu treffen.



Indes stellte Spliss fest, dass ihm die Zuckerstreusel ausgingen und außerdem ein perverser Mangel an Schlagsahne in seinem Eisbecher herrschte. Also griff er sich seinen Becher und folgte einer eisverschmierten Dame nach drinnen, ohne ihren extrem klebrigen Brustbereich weiter zu beachten.
Worauf er feststellte, dass der Typ und das Mädchen von eben sowie ein zwei Meter großer Vogelmann den Betrieb aufhielten. Spliss schnalzte mit der Zunge und kniff die Augen zusammen, als er versuchte, das Menü über dem Tresen zu lesen.
"Hey. Hey, du. Was steht da unter "Milchüberraschung"? Ich hab meine Kontaktlinsen nicht drin." Spliss erwähnte nicht, dass er sie normalerweise nur trug, um seine Augenfarbe den momentanen Trendfarben anzugleichen, und eine extrem untrendige Hornbrille in irgendeiner Gehrocktasche hatte. "Und ist es teuer? Ich hab gar nicht so viel Geld hier."


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BeitragThema: Re: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Di Dez 27, 2016 8:49 pm

Silvio erstarrte förmlich, als er einen Zug an seinem Mantel spürte und drehte sich um, nur um eine Frau vorbeihuschen zusehen, die soeben noch ihre klebrigen Brüste - warum zur Höle waren sie klebrig gewesen?! - an seinem teuren Mantel abgewischt hatte. Seinem teuren Mantel. Nicht, dass Geld eine Rolle spielte, doch hier ging es um das Prinzip.
Er folgte ihr in den Laden, bereit eine Schimpftirade loszulassen - zumal einer der Sittenpolizisten da war - als ein schriller Paradiesvogel seine Stimme hob. Irritiert blickte Silvio auf die Karte und begann laut vorzulesen, einfach da es nun seine Neugier geweckt hatte. "Da steht..."Achtung: Milchersatz. Und darunter steht, nochmal kleiner: Achtung: Kein echter Milchersatz. Uzayaks Eisdiele übernimmt keine Haftung für: Haarausfall, Erbrechen, Depressionen, Pustel, Herzinfakt und plötzliches Organversagen. Nicht geeignet für Diabetiker und Kinder bis 18 Jahre. " ...Ist sowas überhaupt legal?"

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BeitragThema: Re: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Fr Dez 30, 2016 12:23 am

Victoria hatte sich diesmal für eine Portion Eis im Becher entschieden, nicht dass ihr iweder ein Malheur wie zuvor passierte. Das rieb sie dem Sittenpolizisten mit einem Hüftschwung und einer rausgestreckten Zunge in die Vogelmaske, bevor sie sich an einem blonden Typen, der offensichtlich im Ersten Semester war, so perplex wie der durch Gegend latschte, aus der Eisdiele schob.
Ihre menschliche Serviette las gerade einem rosaroten Sahnetörtchen mit einer kreisrunden, dunkelgrünen Sonnenbrille im Gesicht die Speisekarte vor, und kurzerhand setzte sich Victoria dazu. Schließlich war das der einzige Tisch vor Uzayaks Eisdiele.
Victoria nahm einen Löffel von ihrem Salmiak-Hefe-Eis, bevor sie zu ihrem Tischgenossen meinte: "Seine Zuckerwatte passt genial zu deinem Sakko."

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BeitragThema: Re: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Fr Dez 30, 2016 10:37 pm

"Haarausfall wäre schlecht", sagte Spliss und nutzte die Gelegenheit, um seine Frisur mithilfe des Spiegelbildes in seinem Eisbecher zu richten. Es sagte wahrscheinlich einiges über ihn aus, dass ihn der Rest der Gesundheitsrisiken nicht wirklich zu interessieren schien. "Egal. Ich nehme drei."
Während Spliss auf seine Bestellung wartete, wurden ihm zwei Dinge klar: er hatte versehentlich genug für den ganzen Tisch bestellt und würde wahrscheinlich etwas abgeben müssen und war gerade komplimentiert worden.
"Ja, oder?", sagte Spliss stolz zu der eisverschmierten Frau. "Hab ich aus Keklefs Edelboutique. Toller Laden. Ich wurde nur zweimal fast von Samtschals erdrosselt."


Währenddessen rannten mehrere Personen aus dem Laden. Ein blonder Mann glitt kurz auf einem fallengelassenen Eis aus, ehe die Flüchtlinge auf der Straße verschwanden. Wenig später trat auch Herr Huebus nach draußen, gefolgt von Uzayak, der drei mit Eis gefüllte Folienkartoffeln auf den Tisch vor dem Lokal pappte.


Spliss blickte auf seine kandierte Folieneiskartoffel. Die kandierte Folieneiskartoffel blickte zurück.
"Ey, das hab ich mir aber nicht unter Milchüberraschung vorgestellt", sagte Spliss säuerlich und dachte dabei in erster Linie an muskulöse Männer, die nur mit Ziegenfellen bekleidet waren. "Ich will das reklamieren."
"Zurückgeben geht nicht. Das können wir nicht machen. Es ist verboten. Das gibt Ärger. Außerdem ist es nicht legal." Uzayak drehte sich um und wollte gehen, sah aber zurück, als er es klicken hörte. Spliss hatte eine seiner Waffen gezogen und auf den haarigen Eismann gerichtet.
"Dann will ich eben den Chef sprechen."
"Das bin ich. Uzayak. Ich bin der Chef hier. Ich leite die Eisdiele. Mit Milch. Und Ziegen. Uzayaks Eisdiele." Während er sprach, schnappte sich Uzayak eine herumstreunende Ziege mit Hut, klappte die Kopfbedeckung zurück und drückte einen roten Knopf. Die Ziege stieß einen schrillen Signalton aus. Den Bruchteil einer Sekunde später schien die ganze Straße voller Sittenpolizisten zu sein.
"Ich hab den Alarm gedrückt. Er ist sehr laut. Sehr wirkungsvoll. Und -"
Die Ziege jaulte erneut und riss damit Uzayaks Redeschwall mit sich, während die Sittenpolizisten ihre Waffen zogen und sich dem Tisch näherten.



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BeitragThema: Re: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Fr Dez 30, 2016 11:10 pm

Silvio erinnerte sich in dem Moment,warum er überhaupt den Laden betreten hatte, als Victoria sprach. "...Deswegen bin ich ich hier! Mein Mantel! Du hast ihn ruiniert! Das war echtes Papageienmarderfell!" Er schlug auf den Tisch, worauf die eben hingestellten Folienkartoffeleise einen kleinen Hüpfer vollführten. "Ich verlange Kostenüberna-" Bevor er weiter reden konnte, hatte der Paradiesvogel eine Waffe gezogen und die Situation eskalierte innerhalb weniger Sekunden. Silvio starrte Spliss an, bevor er trocken seine Stimme erhob. "Ich hätte dir auch ein neues Eis gekauft, wenn ich gewusst hätte das du gleich die ganze verdammte Bullen-Armada alarmierst." Seufzend richtete er sich auf und blickte die anrückenden Sittenpolizisten an, bevor er seinen Hut antippte und zu Uzuyak sah. "Ich würde gerne meine Bestellung bezahlen." Der Spruch wäre noch besser gekommen, hätte er tatsächlich etwas bestellt. Aber der Gedanke zählte.
Er richtete seine Handfläche in Richtung der anrückenden Polizeikräfte und lächelte jovial, als würde er sich ergeben - dann schoss ein Hochdruckstrahl aus einzelnen Berry-Münzen aus seiner Handfläche. "Berry-Berry: Golden Shower!"

Der Strahl aus goldenen Münzen erfasste zwei der Sittenpolizisten und katapultierte sie aus der Eisdiele in das gegenüberliegende Geschäft,Ykuzaa's besonders scharfe Steak und Grillmesser.
"Ich hatte ehrlich gesagt heute nicht vor zu arbeiten.", murmelte Silvio resigniert, während ein dritter Polizist gegen die Eismaschine geworfen wurde und sich schließlich unter Folienkartoffeln und "Uzuyaks blutroter Monatsüberraschung" vergraben fand.
"Das ist alles deine Schuld, Paradiesvogel!"

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BeitragThema: Re: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Fr Dez 30, 2016 11:49 pm

"Oh ja, Keklefs Edelboutique ist toll. Da hab ich so ein niedliches Negligée her, aber das haben die schrägen Vögel mir hier noch am gleichen Abend konfisziert, als ich dadrin über den Flur gegangen bin." Victoria lächelte ob der Erinnerung, dass drei Sittenpolizisten ihr schreiend hinterhergelaufen waren, und jeder dem anderen den Vortritt zu der Sittenstrolchin lassen wollte.

"Zwing mich doch." entgegnete Victoria auf die Tirade ihrer Serviette, während sie genüsslich an einer kandierten Folieneiskartoffel leckte. Etwas von dem Eis in der Kartoffel tropfte in Victorias Ausschnitt, und nach einem weiteren lasziven Lecken an der Erdfrucht begann sie, ihr Dekolleté mit den von Uzayak mitgelieferten Uzayaks Feuchten Frischetüchern zu reinigen.
"Golden Shower." meinte Victoria, blickte von ihren inzwischen wieder eisfreien Brüsten auf und hob eine Augenbraue. Langsam fuhr sie mit einem Finger eine der Ranken nach, die von ihrem Schlüsselbein zu ihrem Brustbein tätowiert waren, machte aber keine Anstalten, mitzumischen.
Einerseits hatte sie sich in der letzten Woche schon ausgiebig mit den Sittenpolizisten vergnügt, andererseits befand sich ihr Schwert noch in ihrem Spind an der Universität.

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BeitragThema: Re: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Sa Dez 31, 2016 11:06 pm

"Uh, wir müssen unbedingt mal shoppen gehen." Spliss ging gern mit anderen Leuten einkaufen, weil er die Hoffnung hatte, ihnen Klamotten in die Taschen schmuggeln und sie bezahlen lassen zu können. Allerdings verdüsterte sich sein Gesicht, als ihn die menschliche Serviette beschuldigte. Und das am frühen Morgen!
"Und so 'nem undankbaren Schnösel kauf ich auch noch Kartoffeleis", sagte Spliss ärgerlich, ehe er den Tisch umtrat und ebenjene Kartoffeln nach oben flogen. Zum Glück waren sie nicht nur voller Eis, sondern auch voller Mehl. Uzayak kochte echt perverse Sachen.
"So, ihr könnt euch jetzt aussuchen, womit ich euch beschieße", erklärte er den Sittenpolizisten. "Gleitgel oder Mehl."
Spliss konzentrierte sich und schoss auf eine der Kartoffeln. Zum Glück war er auf jedem Gebiet außerordentlich treffsicher, außer beim Hufeisenwerfen, wo er bloß Dritter in der Plateialiga geworden war. Es gab ein hässliches Platschen, als Eis und Mehl in alle Richtungen klatschten, und Spliss rammte seine Gunblades in die Halterungen, packte seine anderen beiden Tischgenossen beim Kragen und ließ sich kurzerhand Flügel wachsen.
"Ihr seid echt schwer", murrte er, während er an Höhe gewann. Aber es würde sich bestimmt lohnen. Schließlich konnte man trendige Shoppingfreunde und menschliche Goldesel immer gebrauchen.

Herr Huebus sah zu, wie die Sittenstrolche davonflogen, ehe er beschloss, dass es ihn nichts mehr anging. Also ging er einfach in eine andere Richtung davon, während einer der verdutzten Sittenpolizisten dem großen Vogelmann hinterherstarrte.
"Hey. Herr Huebus! Wir sollen die doch fangen!"
"Oh. Na, meinetwegen." Herr Huebus gähnte und wedelte mit der Hand, worauf die Polizisten zu schweben anfingen. Wenig später nahmen sie mit unbeholfenen Schwimmbewegungen die Verfolgung auf.
"Ich hasse meinen Job", sagte der Sittenpolizist traurig, während ein anderer eine Armbrust zog und auf die Flüchtlinge zu schießen begann.
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BeitragThema: Re: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Sa Dez 31, 2016 11:39 pm

"Aber nicht hier, die Filiale von Keklef’s hier hab ich schon durchforstet, und es ist wirklich beaugeoise was die da nur haben."
Als Spliss dann zunächst eins der Kartoffeleise zerschoss (Victoria konnte, auch wenn ihr frisch gesäubertes Dekolleté jetzt mit einer Mischung aus Eis und Mehl bedeckt war, nicht umhin, Spliss Treffsicherheit zu bewundern) und anschließend Victorias Joggingjacke am Kragen packte und abhob, zog er ihr kurzerhand das Kleidungsstück aus. Die Teilzeitstudentin quittierte das Ganze mit einem koketten Grinsen, während sie auf den umgekippten Tisch sprang und sich von da aus dem an Höhe gewinnenden Spliss um den Hals warf.
"Normalerweise lasse ich es ja etwas langsamer angehen, wenn ich jemand schnuckeliges gefunden habe..." raunte sie ihm zu und betrachtete über Spliss’ Schulter hinweg die grazilen weißen Flügel.
Gut zu wissen dass sowohl Shoppingkumpel als auch Serviette Teufelskräfte besaßen. Zumal die Kräfte der beiden bei der Flucht vor dem schwebenden Rudel Sittenpolizisten weitaus nützlicher waren, als Victorias eigene.
"Wenns dir nichts ausmacht, Schnucki, ich müsste zu Gebäude 21, meinen Spind ausräumen." meinte Victoria zu Spliss und deutete in die Richtung. "Sind nur ein paar Bücher und meine Bewaffnung drin. Die Sittenpolizisten fandens nicht so toll, dass ich halbnackt und bewaffnet durch die Uni bin, also haben die mir nen Spind aufgezwungen."

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BeitragThema: Re: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Mo Jan 02, 2017 2:31 pm

Spliss reagierte nicht wirklich darauf, dass fünfzig Prozent seiner Fluggäste plötzlich mit unbekleidetem Oberkörper unterwegs waren. Das hatte allerdings auch einen Grund. Ohne Brille konnte er zwar gut sehen, was unten auf dem Boden passierte, aber die unmittelbare Nähe war dann doch eher verschwommen.
"Wo zum Teufel ist Gebäude 21?", fragte er, wobei er die Gebäude am Boden so genau fixierte, als würde die richtige Nummer schon irgendwo auf dem Dach stehen. "Ich hab keine Ahnung, was -"
Allerdings wurde Spliss durch einen Armbrustbolzen unterbrochen, der um Haaresbreite an seinem linken Flügel vorbeischoss. Er stieß einige undamenhafte Flüche aus, ehe er nach einem seiner Gunblades angelte und es Victoria in die Hand drückte.
"Schieß die ab, bis wir da sind", meinte er, ehe er abrupt in den Sturzflug ging. Das könnte seine Begleiter zwar stören, aber Spliss nahm generell keine Rücksicht auf Fremde und schon gar nicht, wenn es um sein eigenes Wohlbefinden ging. Aber vielleicht würde sein Manöver die ganzen Möchtegernflieger hinter ihnen genug irritieren, damit er sie irgendwo über der Universität abhängen konnte.
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BeitragThema: Re: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Mo Jan 02, 2017 2:53 pm

Silvio wollte gerade Spliss daraufhinweisen, dass er ihn nie gebeten hatte ihm eine dieser dubiosen Kartoffeln zu bestellen, als die Situation eine neue Wendung nahm - eine, die ihm nicht unbedingt zusagte.
Er wurde von Spliss - nun ein fabulöser Schwanenmensch - am Kragen gepackt und in die Luft gezehrt. Silvio keuchte leicht, als sein Anzug ihn Kurz die Luft abschnürte, bevor er es schaffte, sich etwas an Spliss hochzuziehen, zumindest genug dass er nicht mehr in Gefahr zu ersticken.
"Wisst ihr - normalerweise bevorzuge ich grazilere Auftritte als das." Mit leisen Murren zog er eine Pistole aus einem Holster, preste seinen Zeigefinger in eine dazupassende Öffnung und zielte auf einen der Sittenpolizisten. "Hier, Trinkgeld für ihre Mühen." Dann begann er mit Münzen nach den unglücklichen Polizisten zu schießen.
Dann ging Spliss in den Sturzflug und Silvios Magen überschlug sich. Offenbar war Zuckerwatte nicht der beste Flugbegleiter. Deswegen entledigte sich Silvio dieser auch und traf ein paar erschrockene Passanten. "Urp...Wahn uns nächstes Mal vor!" Er sah unglücklich an seinem Anzug hinab - nun war er wohl jenseits jeder Rettung.

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BeitragThema: Re: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Mo Jan 02, 2017 8:11 pm

Victoria nahm überrascht das Gunblade entgegen und klammerte sich, jetzt wo sie nurnoch einen Arm dafür zur Verfügung hatte, noch etwas enger an Spliss.
Sie blickte über die Schulter des grellbunten fliegenden Halbschwanz und zielte auf den nächstbesten Sittenpolizisten, der ihnen mit den Armschlägen eines geübten Langstreckenschwimmers bereits bedrohlich nah gekommen war.
Der folgende Schuss ging meilenweit an ihrem Ziel vorbei, aber durch den absurden Rückstoß der Waffe wurde Victorias Arm nach oben gerissen und das Gunblade flog ihr aus der Hand.
Und schlug mit der Klinge voran in den Rücken eines Sittenpolizisten ein, der gerade unter ihnen vorbeigezogen und jetzt im Begriff gewesen war, vor ihnen aufzutauchen.
"Upsi." meinte Victoria und schlang wieder beide Arme um Spliss. "Hast du da noch ein Gunblade in deiner Hose oder freust du dich nur, mich zu sehen?"
Ein gutturales Gurgeln, sowie ein warmes Gefühl auf ihrem nackten Fuß brachte Victoria dazu, angewidert das Gesicht zu verziehen. Anscheined hatte Silvio sich gerade auf sie und vermutlich auch auf Spliss übergeben. Aber wenigstens durfte er sich jetzt nicht mehr wegen seinem Anzug beschweren, und Victoria hatte noch einmal abwischen gut. Mindestens.
Die zierliche Frau lehnte sich zur Seite (wobei sie mit jedem Quadratzentimeter ihrer Körpervorderseite über die von Spliss rieb. Langsam und genüsslich.) und versuchte, einen Blick auf den zweiten Passagier von Spliss Airlines zu erhaschen, sah aber nur, wie Silvio seinen Zeigefinger in eine seltsam geformte Pistole legte, und anfing, Münzen zu verschießen.
Wie seltsam, dass er ein Hilfsmittel benutzte, wo er doch eben vor Uzayaks Eisdiele auch mit bloßen Händen wunderbar Münzen hatte abfeuern können.
"Du hast doch nichts dagegen..." meinte Victoria zu Spliss, und begann mit einem Arm, an seiner Gürtellinie ausgiebig nach dem zweiten Gunblade, was sie vorhin da gesehen hatte, herumzutasten.

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BeitragThema: Re: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Mo Jan 02, 2017 10:42 pm

"Wehe, du hast mir den Gehrock vollgekotzt", sagte Spliss drohend zu Silvio, ehe sich weitere irritierende Dinge ereigneten; Victoria rieb sich an ihm herum und verlor auch noch sein Gunblade. Spliss schnalzte mit der Zunge und überlegte, ob er ihm hinterherfliegen sollte. Immerhin war es ja ein Erbstück.
Was ihr Auftreten anging, so hatte er beschlossen, es sich vorerst einfach gefallen zu lassen. Spliss wäre zwar begeisterter gewesen, wenn sie ein schneidiger Bursche mit Muskeln gewesen wäre, aber verzauberte Shoppingfreunde waren großzügige Shoppingfreunde.
"Aber halt den zweiten Prügel besser fest", meinte er zu Victoria, ehe er abrupt die Richtung änderte. "Hier spricht Ihr Kapitän. Wir begeben uns jetzt in Turbulenzen. Verlassen Sie Ihren Sitzplatz erst, wenn ich es sage, und kotzen Sie gefälligst nicht mehr in meine Richtung."
Damit flog er auf den angekratzten Sittenpolizisten zu, streckte eine Hand aus und packte das verlorene Gunblade, ehe er abrupt einen Überschlag machte, um sich wieder auf Kurs zu bringen. Für den Bruchteil einer Sekunde sah Spliss dabei sogar ein Schild, das in Richtung des gesuchten Universitätsgebäudes wies.
Und im gleichen Augenblick schoss ihm jemand in den Flügel.


Während Herr Huebus damit beschäftigt war, drei andere Übeltäter von Kradien zur Sittenpolizeizentrale zu führen, fiel die spontan entstandene Fluggesellschaft in einen vorteilhaft platzierten Heuwagen. Wenig später war ebenjener Wagen von Sittenpolizisten umzingelt und zerrte die Übeltäter ans Tageslicht.
"Keine Bewegung mehr", drohte einer der Polizisten. "Wer sich jetzt noch wehrt, wird weggebombt. Und jetzt auf zum Polizeiquartier!"
Handschellen klickten, als die Sittenpolizei ihrer Arbeit nachging und die drei flüchtigen Lümmeltüten ordnungsgemäß fesselte.
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BeitragThema: Re: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Di Jan 03, 2017 12:22 am

Victoria war enttäuscht, das Spliss’ Reaktion auf ihr Gunbladesuche derart verhalten ausfiel. Bevor sie aber anfangen konnte, in seiner Hose nach dem Gunblade zu suchen, machte Spliss einen Schlenker der sie fast abwarf, und schnappte sich die Waffe, die sie fallengelassen hatte.
Immerhin hielt sie sich dadurch so gut fest, dass Spliss nächstes Stück Luftakrobatik sie nicht abwarf.
Dafür landete sie trotzdem einen Moment später auf Spliss drauf in einem Heuwagen. Victoria spürte, dass ihr das Blut ins Gesicht geschossen war, aber sie bekam leider keine Gelegenheit, die traute fast-Zweisamkeit auszunutzen, weil einerseits Spliss’ Flügel arg lädiert aussahen (Durchschusswunde inklusive), und andererseits der Heuwagen von Sittenpolizisten umstellt war.
Victoria wurde grob von Spliss herunter- und aus dem Heu herausgezerrt, und ein Sittenpolizist begann, ihr Handschellen anzulegen, während er gleichzeitig irgendeinen Rechtekatalog rezitierte. Andere Polizisten knüpften sich Spliss und Silvio vor, und allmählich gewann das Adrenalin in Victorias Hormonhaushault die Überhand über die Endorphine, die ob des Flugs (und der Gesellschaft) ausgeschüttet worden waren.
"Nope, nicht nochmal diese Woche." meinte Victoria, als sie ihre Schultern rollte und ihren Nacken knacken ließ. "Gleitgel oder Mehl!"
Die Handschellen brachen knirschend auseinander, als sich Victorias Handgelenke auf ein vielfaches ihres normalen Durchmessers ausdehnten, und zwei Sittenpolizisten starrten nur fassungslos, als sie von knappen 1,60 auf ein gutes Stück über zwei Metern wuchs.
Victorias eher zierliche Brüste wuchsen und verhärteten sich zu massiven Brustmuskeln, und die schlabbrige Jogginghose bekam den Sitz einer formengen Yoga Pants.
Victor griff mit einem Arm wie ein Baumstamm hinter sich, packte den Sittenpolizisten, der dort gestanden hatte, und schlug die zwei nächstbesten anderen Polizisten (die nicht die beiden waren, die immer noch unverhohlen seinen Astralkörper bewunderten) über den Haufen.
Mit einem Schwung seines Handgelenks legte er sich den Sittenpolizisten über den Nacken, packte an beiden Enden, und zog. Das darauffolgende Knacken übertönte den Schrei.

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BeitragThema: Re: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Di Jan 03, 2017 1:03 pm

Spliss lag eine Weile reglos und mit zusammengebissenen Zähnen im Heuwagen. Irgendwie wusste er ganz genau, dass er sich einen Flügel gebrochen haben musste, denn der tat viel höllischer weh, als es wegen des Durchschusses hätte sein dürfen. Mit einem Seufzen wechselte er in die Menschenform, worauf der eklige Schmerz zu einem ekligen Phantomschmerz wurde, ehe er hörte, wie Victoria eiskalt seinen patentierten Kampfschrei™ kopierte.
Spliss sprang aus dem Heuhaufen und wurde sogleich von zwei Sittenpolizisten eingefangen und behandschellt. "Hey, das ist mein geistiges Ei ... eieieiei ..."
Er starrte Victoria an, die sich gerade in einen attraktiven Muskelprotz verwandelte, und knabberte unbewusst an einem seiner perfekten Fingernägel. Offenbar war Spliss dieses Jahr ganz besonders brav gewesen, denn der Weihnachtspole schien beschlossen zu haben, ihm sein Geschenk besonders früh vorbeizubringen.
"Ich glaub, ich hab hier irgendwo doch noch Gunblades", rief Spliss hoffnungsvoll, ehe er plötzlich eine Bedrohung seines vergnüglichen Nachmittags in den Sittenpolizisten wahrnahm und einem von ihnen gegen das Schienbein trat. "Ganz viele! Und alle haben eine fürchterliche Rohrkrümmung!"


Indes war am Hafen von Kradien ein Schiff eingelaufen und ein Mann mittleren Alters abgestiegen, der einen trendigen Reiseumhang mit Kapuze trug. Das war wahrscheinlich auch besser so. Die Studenten von Kradien pladderten gern fremde Leute mit Alkohol voll, wenn sie wirklich dicht waren.
Der Besucher machte sich jedoch auf den Weg zur Universität, ohne sich weiter umzusehen. Wenig später kreuzte sein Weg den Ort des Verbrechens. Er blieb kurz stehen, schob sich einen Streifen Kaugummi in den Mund und beaugapfelte die muntere Szenerie.
Einer der Sittenpolizisten fasste ihn ins Auge. "Hey! Sie da! Kaugummikauen ist laut Paragraf 3 der Süßigkeitenverordnung nicht auf Kradien -"
"Seh ich so aus, als würde mich das jucken?" Eine kurze Pause entstand, in der der Passant eine große Kaugummiblase aufpustete und sie platzen ließ. "Ich kau so viel Kaugummi, wie ich will. Der muss weg. Meine Tochter mochte Kaugummi, aber jetzt hab ich nur noch ihren Jahresvorrat da, und der wird langsam ranzig."
Der Sittenpolizist zeigte sich unbeeindruckt. "Wir haben hier immer noch Vorschriften -"
"Meh." Lord Shinken hob die Hand. Zwei Zierbäume hinter ihm stiegen aus ihren Töpfen und spielten mit ihren nonexistenten Muskeln. "Sag mir einfach, wie ich zur Universität komme, dann bomb ich dich vielleicht nicht weg."
Stattdessen fing der bockige Sittenpolizist an, ein Knöllchen für den Straftäter zu schreiben. Lord Shinken verdrehte die Augen, schlug seine Kapuze zurück und warf ein paar Blumensamen auf den Boden.
Wenig später stürzten sich mehrere Bambusranken auf die Polizisten und fingen an, sie zu verprügeln. Lord Shinken beobachtete das Ganze noch immer kaugummikauend, bis sich der Großteil der Polizisten entweder an irgendeine Oberfläche gerankt oder auf der Flucht vorfand.
Was nur noch drei merkwürdige Gestalten in mehr oder weniger intakten Handschellen zurückließ.
Lord Shinken verschränkte die Arme. "Ihr wisst doch hoffentlich, wie ich am schnellsten zur Universität komme? Muss den Rektor sprechen. Timing meint, dass er ein paar Sachen weiß, die ich interessant finden könnte."


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Drever
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BeitragThema: !"!"   Di Jan 03, 2017 1:57 pm

Silvio befand, dass die Bruchlandung zumindest eine gute Sache hatte - seine Übelkeit ebbte sofort ab und erleichtert setzte er sich auf. "Puh...Dass..." Dann wurde er plötzlich von zwei Sittenpolizisten aus dem Wagen gezogen. Einer der Beiden rümpfte angewiedert die Nase, als er den noch doch sehr strangen Geruch von Folienkartoffeleis und Erbrochenen einatmete. "Man...Was ist denn mit dir passiert, puh. ich wette es gibt ein Gesetz gegen solchen Geru-" Weiter kam er nicht, bevor er von einer riesigen Faust zur Seite gerissen wurde und seltsam verdreht auf dem Boden aufkam.
Silvio blickte auf und bewunderte Victoria mit unverholenen Interesse - allerdings aus anderen Gründen als Spliss. Was er hier sah, war der perfekte Henchman. Stark, wenn sie es sein musste, sexy wenn sie es sein musste - auch wenn Silvio ob ihres Geschlechts kurz verwirrt waren.

Als der Kapuzentyp auftauchte und weitere Polizisten vermöbelte, in dem er Bäume undRanken zum Leben erweckte, rieb sich Silvio genervt das Nasenbein. "Oh, ja, sicher. Wir waren ohnehin auf dem Weg zur Universität, seltsamer Fremder! Warum kommst du denn nicht einfach mit, denn wir sind ja offenbar noch nicht genug durchgedrehte Gestalten!" Frustriert warf er einen bewusstlosen Sittenmpolizisten eine Münze an den Kopf. "Das hier war so ein tolles Versteck, ich hätte hier mindestens einen Monat ausharren können!"

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[17:51:29] Drever: [17:47:19] Glowrider: dann halte deine Hand im Zaum.
[17:47:28] Glowrider: wir wollen ja nicht, dass sich jemand ernsthaft verletzt.
[17:47:37] Scorch Blaze: das klingt leicht zweideutig
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BeitragThema: Re: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Di Jan 03, 2017 10:56 pm

Victor bemerkte, das Spliss ihn auf einmal viel interessierter anschaute. Ein Grinsen umspielte seine Mundwinkel, als er den geknickten Sittenpolizisten zu Boden fallen und seine Schultern kreisen ließ (natürlich präsentierte er Spliss dabei einen ausgiebigen Blick auf seine Pektoralmuskeln).
Und dann wurde Victor durch einen griesgrämigen Typ mit roten Haaren, zwei verschiedenfarbenen Augen und seinen zwei Zierbäumen schwanblockiert, genau wie Victoria nur Minuten zuvor durch Silvio.
"Komm halt mit." murrte Victor, während er seine Joggingjacke aus den Resten des Heuwagens fischte, die Ärmel abriss und sie überstreifte.
Erst dann fiel ihm auf, dass er den Neuankömmling kannte.
Victor wirbelte herum und begann auf Lord Shinken zuzulaufen, bevor ihm einfiel, dass das Legendäre Muskelmodell vermutlich schießwütig reagieren würde, wenn über drei Zentner Muskeln auf ihn zugeflogen kamen.
Aber Abbremsen kam nicht in Frage, also kam einen Moment später eine aufgekratzte Victoria vor Lord Shinken zum stehen.
"Uh, also, um. Lord Shinken, ähh, ich bin, uh, ein Riesenfan." Victoria trat von einem Fuß auf den anderen und nestelte an ihrer strohbedeckten und ärmellosen Jacke herum, in der Hoffnung, dass Lord Shinken sie nicht für irgendein dahergelaufenes Fangirl hielt, dass ihm an seine Männermodellmuskeln wollte.
"Würdest du- würden Sie mir, um, auf der Original Männermuskelmodellautogrammkarte unterschreiben? Ich hab eine in meinem Spind an der Uni liegen."

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BeitragThema: Re: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Mi Jan 04, 2017 9:11 pm

Spliss war so verzaubert, dass er nicht wirklich mitbekam, ob und wenn ja was eigentlich gerade passierte. Stattdessen folgte er Victoria zu dem rothaarigen Neuankömmling und ärgerte sich ein bisschen darüber, dass sie die Muskeln schon wieder abgelegt hatte.
Aber der Tag war ja noch lang und Spliss ein Optimist. Und immerhin hatte er schon die Gelegenheit gehabt, mit seinen astreinen Schwanenflügeln zu protzen, bis einer davon Ähnlichkeit mit einem umgeklappten Regenschirm bekommen hatte.
"Uh, hi." Spliss starrte zu Lord Shinken hinunter; irgendwie hatte er immer gedacht, der Mann wäre jünger. "Wieso gehen wir nicht ... ich meine, je schneller wir da sind, desto schneller sind wir fertig und können, äh, andere Sachen machen. So wie Muskelmagierinnen begutachten - ich meine, Steuererklärungen machen. Ganz viele. Ich bin extrem im Verzug."


"Keiner zwingt dich mitzukommen, du halbe Portion", sagte Lord Shinken gereizt zu Silvio. Allerdings verzichtete er darauf, ausfälliger zu werden, da er immerhin in Gesellschaft von Fans war und er es gut fand, gut gefunden zu werden."Hm. Klar unterschreib ich die, wenn du willst. Ich hab auch irgendwo noch ..."
Er stöberte eine Weile in seinem Reisemantel herum, ehe er ein halbes Dutzend weiterer Autogrammkarten zutage förderte. "War neulich bei einem Shooting für meine neueste Kalenderreihe. Der Fotograf meinte, ich wäre ganz schön alt, also hab ich ihn aufgefressen und die Fotos vom nächstbesten Straßenbengel machen lassen. Aber man sieht keinen Bauch auf den Bildern. Das wäre lächerlich."
Lord Shinken sah streng auf Victoria hinab, als hätte sie etwas anderes behauptet, ehe er seinen Kaugummi auf die Straße spuckte und weiterging. Nach einer Weile erinnerte er sich jedoch daran, dass er den Weg nicht kannte, blieb stehen und ließ die kleine Gruppe möglichst unauffällig vorausgehen.
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BeitragThema: Re: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Do Jan 05, 2017 11:37 pm

Victoria nahm mit suppentellergroßen Augen die Autogrammkarten von Lord Shinken entgegen.
Einen langen Moment starrte sie nur auf die Bilder, die das rothaarige Muskelmodell in verschiedenen Posen zeigten, bevor ihr wieder einfiel, dass ihr Idol ja zum Rektor wollte.
"Ja, also, direkt hier lang." meinte Victoria als sie ihre Hose, die ihr aufgrund des überdehnten Bundes bis zu den Knöcheln heruntergerutscht war, wieder hochzog.

Eine Hand am Hosenbund, die andere voll mit Shinkenschen Autogrammkarten trudelte Victoria, gefolgt von Lord Shinken, einige Minuten später in Gebäude 24 ein. Zwei Sittenpolizisten waren ihnen gefolgt und waren im Begriff, Victoria wieder festzusetzen (der Bund ihrer Hose war derart lädiert, dass das Kleidunggstück auf der Rückseite in ihren Kniekehlen hing, und somit Victorias Pfirsichpo für die ganze Welt sichtbar war), doch als sie Lord Shinken hinter ihr sahen, waren sie auf einmal sehr beschäftigt damit, weiterzugehen.
"Kleinen Moment, gleich gehts weiter zum Rektor." meinte Victoria als sie vor einem Spind stehen blieb, durch dessen Tür ein massives Zweihandschwert gerammt war.
Victoria drückte Lord Shinken die Autogrammkarten in die Hand, ließ ihren Hosenbund los und ihre Hose fallen, und einen Moment später packte Victor mit einer Hand das Schwert am Griff, den Spind mit der anderen Hand und befreite mit dem Kreischen von Metall über Metall seine Waffe.
Anschließen zwängte der Hüne die verbeulte Tür des deformierten Spindes auf, und verwandelte sich wieder in eine zierliche Frau zurück.
Die sich jetzt, abgesehen von einer ärmellosen, halb zerrissenen Joggingjacke, splitterfasternackt nach vornüber in die Ruine des Metallschranks beugte und anfing, darin herumzuwühlen.

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BeitragThema: Re: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Fr Jan 06, 2017 8:50 pm

Ken bereute vieles in seinem Leben, doch in diesem Moment bereute er den Fakt, dass seine Brustmuskeln so massiv waren. Das tat er meistens sowieso, aber in seiner derzeitigen Situation machte es alles nur noch schlimmer.
Er hatte sich im Spind versteckt, nachdem er von diversen Studenten und Studentinnen durch die Universität gejagt wurde. Er verzog das Gesicht, als einige von ihnen Daddy! riefen und ihm regelrecht hinterher hechelten.
Also stolperte in irgendeinen Raum, riss den Spind auf und versteckte sich, bis die Luft rein war. Leider fand er nun den Griff nicht, da seine massiven Brustmuskeln im Weg waren.
Ken seufzte resigniert.
"Irgendjemand, bitte. Ich will hier raus ..."

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BeitragThema: Re: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Fr Jan 06, 2017 9:19 pm

Spliss war inzwischen zu der Schlussfolgerung gelangt, dass er versehentlich bei seinem Sturzflug gestorben sein musste. Anders konnte er sich das Muskelparadies nicht erklären, das sich um ihn herum entfaltete. Und gleichzeitig war er froh, dass er offenbar trotz des Gleitgelvorfalls vor drei Wochen nicht prompt in der Hölle gelandet war.
"Spliss O'Bollth, du bist ein richtiger Glückspilz." Im gleichen Augenblick, als ihm diese Erleuchtung kam, hörte er ein eigenartiges Kratzen in einem der Spinde. Spliss kreuzte die Finger und wünschte sich einen weiteren Muskelprotz herbei, weil er inzwischen den Einfall gehabt hatte, sich nebenbei einen muskulösen Himmelsharem aufzubauen.
Er zog die Tür auf. Worauf er in erster Linie Brustmuskeln erblickte.
Einen Augenblick starrte Spliss fassungslos in den Schrank, ehe er vor freudiger Aufregung in seinen Plateauschuhen herumzutrippeln begann.
"Das ist ja wie Weihnachten und Ostern zusammen", sagte er aufgeregt, ehe er sich an die Muskelmauer wandte und kurzerhand zwei Flaschen Gleitgel aus seinen Taschen zog, um sein neues Geschenk aus seiner misslichen Lage zu befreien. "Hm. Duftet nach Kokos."


Lord Shinken beobachtete das feuchtfröhliche Treiben mit einem Gesichtsausdruck, der auf unangenehme Erinnerungen hindeutete, ehe er resignierend beschloss, sich lieber seinem Fan zuzuwenden.
"Du bist nicht zufällig eine Art Shinkler?", sagte er beim Anblick von Victorias nacktem Hinterteil. "Nicht dass ich dich fressen wollte oder so, meine Cousins und Cousinen enthalten alle viel zu viel Cholesterin -"
Aber Lord Shinken wurde in seinen Diätplanerörterungen gestört, als eine vor Ärger vibrierende Frau den Gang hinunterstolperte und vor ihnen stehenblieb.
"Ich schwöre, wenn ich diese Vögel erwische -", jammerte Fräulein Glono D'Fhal, ehe sie die unbekannten Besucher bemerkte und vor Ärger fast explodierte. "Das gibt es doch nicht! Nacktheit in meiner Schicht! Erklärt euch gefälligst oder -"
Sie zog ein Schwert und fuchtelte drohend damit herum.
Lord Shinken verzog das Gesicht. "Nope. Dafür hab ich keinen Ausflug hierher gemacht. Tschüss, Kinder."
Er wandte sich um und ging. Glono D'Fhal sah ihm stirnrunzelnd nach, aber da selbst sie sich nicht aufteilen konnte, blieb sie lieber bei der größeren Gruppe von Sittenstrolchen.
"Wenn ihr euch sofort ergebt, bring ich euch nicht in den Sittenknast", sagte sie und wedelte drohend mit einem Finger.

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BeitragThema: Re: Chapter 01: Insel Kradien - Kapitulation der Lebern   Mo Jan 09, 2017 10:03 pm

Victoria hatte mehrere Bücher der Roten Hengst-Serie ans Tageslicht befördert, als Spliss den Spind neben ihr öffnete und damit den Moment, als sie Lord Shinken getroffen hatten, vollends überschattete.
Der Spind neben dem ihrigen enthielt Brustmuskeln, und als Spliss begann, mit Gleitgel auf den stattlichen Besitzer dieser Muskeln, der dort festklemmte, loszugehen, kam Victoria nicht umher, mit halb offenem Mund zuzusehen.
Sie ertappte sich, dass ihre rechte Hand unwillkürlich über ihren Oberschenkel Richtung innenseite wanderte, aber angesichts dieser Prachtmuskeln war das durchaus gerechtfertigt.
Victoria fuhr sich gerade langsam mit der Zunge über ihre halb geöffneten Lippen, als Lord Shinken sie davon abhielt, in voller Sicht auf dem Gang der Universität zu dem Anblick von zwei Männern, die gerade gleitgelbedeckt an einem Spind herumdrückten, zu masturbieren.
"W-was, nein, soweit ich weiß, nicht." antwortete Victoria und warf Spliss und dem muskulösen Unbekannten ‒ was würde sie dafür geben, diese Muskeln zu liebkosen ‒ einen verstohlenen Blick zu. "Aber ich kann eine sein, wenn du willst." fügte sie hastig hinzu. Nicht das Lord Shinken es noch mitbekam, als irgendeine Frau anfing herumzukeifen.
Ein Blick zur Seite verriet Victoria, dass Spliss unfairerweise immer noch an den Muskeln herummassierte, also lag es an Victoria, diesen zwei genug Zeit zu kaufen. Auch wenn sie dabei mit jeder Sekunde nur eifersüchtiger auf Spliss wurde. Aber hoffentlich würde ihr ihr tapferer Einsatz später mit Muskeln und Gleitgel vergolten.
"Ergeben ist nicht drin, du prüde Nudel." meinte sie, als sie den Zermehmer von der Wand neben ihrem Spind, wo sie ihn angelehnt hatte, nahm, mit der Fehlschärfe auf ihre Schulter wuchtete, und sich breitbeinig der Sittenpolizistin in den Weg stellte.

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